{"id":128,"date":"2023-07-13T07:35:57","date_gmt":"2023-07-13T07:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/?p=128"},"modified":"2023-11-20T12:36:29","modified_gmt":"2023-11-20T12:36:29","slug":"carestu-balancierung-von-studium-und-pflege","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/?p=128","title":{"rendered":"Folgeprojekt: CareStu? Balancierung von Studium und Pflege"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"480\" src=\"https:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-1024x480.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\" srcset=\"http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-1024x480.jpg 1024w, http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-300x141.jpg 300w, http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-768x360.jpg 768w, http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-1536x720.jpg 1536w, http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-2048x960.jpg 2048w, http:\/\/bawip.web.th-koeln.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KeyVisual_CareStu_Banner-2-624x293.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Update November 2023:<\/strong> Die quantitative Online-Befragung von Studierenden der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ist abgeschlossen. Es gibt eine R\u00fccklaufquote von mindestens 10% der aktuellen Studierenden der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Genauere Datenanalyse findet noch statt, aber folgendes kann festgehalten werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Von den Teilnehmenden geben <strong>5 %  an, Pflegeverantwortung f\u00fcr erwachsene Angeh\u00f6rige<\/strong><em> <\/em>zu tragen. F\u00fcr <strong>Kinder sorgen ebenfalls 5 %<\/strong> der Befragten. <strong>1 % der Antwortenden hat gleichzeitig Care-Verantwortung f\u00fcr mindestens eine pflegebed\u00fcrftige Person und Kind(er)<\/strong>. Weitere <strong>4 % hatten in der Vergangenheit <\/strong>eine entsprechende Care-Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aktueller Stand:<\/em> Aktuell werden qualitative Interviews mit Studierenden durchgef\u00fchrt, die im Zuge der Online-Umfrage Interesse daran ge\u00e4u\u00dfert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>_____________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das vorliegende Forschungsprojekt, das von der Georg-August-Universit\u00e4t zu G\u00f6ttingen in Auftrag gegeben wurde, stellt ein Folgeprojekt dar. In Nachfolge des Projekts BaWiP, in dessen Rahmen die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher T\u00e4tigkeit und Pflege-\/Sorgeverantwortung f\u00fcr Kinder und\/oder erwachsene Angeh\u00f6rige untersucht wurde, konzentriert sich die Nachfolgestudie auf die Belastungen und Bed\u00fcrfnisse von <em>Studierenden<\/em>, die Pflege- oder Sorgeverantwortung f\u00fcr Angeh\u00f6rige \u00fcbernehmen. Dies geschieht mittels quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden. Der Fokus liegt hierbei auf der Vereinbarkeit von <em>Studium<\/em> und Pflege-\/Sorgeverantwortung, was bisher kaum untersucht wurde (vgl. Mindermann et al., 2021). Angeh\u00f6rige werden hierbei nicht im rechtlichen Sinne definiert, sondern umfassen alle Personen, gegen\u00fcber denen sich eine Verantwortlichkeit empfunden wird, wie zum Beispiel Kinder, Geschwister, Eltern, Gro\u00dfeltern oder Freunde. Die Dringlichkeit einer Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung ist besonders durch die aktuelle Situation begr\u00fcndet, in der ca. 4,4 bis 5,4 Millionen Menschen in Deutschland Unterst\u00fctzungsbedarf haben und sich die Anzahl von Pflege- und Sorgebed\u00fcrftigen in Zukunft voraussichtlich weiter erh\u00f6hen wird. Es ist somit wahrscheinlich, dass immer mehr junge Erwachsene und Studierende w\u00e4hrend des Studiums Pflege- und Sorgeverantwortung \u00fcbernehmen m\u00fcssen. &#8222;Young carers&#8220; und Pflege-\/Sorgetragende aus der &#8222;Sandwich Generation&#8220; werden in den kommenden Jahren verst\u00e4rkt Studium und Pflege-\/Sorgeverantwortung balancieren m\u00fcssen. Der Bericht des <em>Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung<\/em> <em>(BMBF)<\/em> zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von deutschen Studierenden aus dem Jahr 2017 zeigt zudem, dass rund 5% aller Studienabbr\u00fcche auf eine Mehrfachbelastung durch die Pflege-\/Sorgeverantwortung von Angeh\u00f6rigen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind (Middendorf et al.\/BMBF, 2017). Neben prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen stehen insbesondere Hochschulen vor besonderen Herausforderungen bei der Unterst\u00fctzung dieser Studierenden, die in diesem Projekt untersucht werden sollen. Es handelt sich um eine der ersten gro\u00df angelegten Studien zu diesem Thema.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fragestellung<\/strong><strong> und Ziel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das von der Georg-August-Universit\u00e4t zu G\u00f6ttingen in Auftrag gegebene Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Belastungen und Bed\u00fcrfnisse von Studierenden mit Pflege-\/Sorgeverantwortung f\u00fcr Angeh\u00f6rige (Kinder und\/oder erwachsene Angeh\u00f6rige) zu untersuchen und die Auswirkungen auf deren Studium sowie deren individuelles k\u00f6rperliches und psychisches Wohlbefinden zu analysieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse sollen bedarfsorientierte Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium und Pflege-\/Sorgeverantwortung entwickelt werden, um die Chancengleichheit von Studierenden mit Pflege-\/Sorgeverantwortung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Methodik<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Forschungsprojekt verwendet einen Mixed-Methods-Ansatz, der eine Kombination aus quantitativer und qualitativer Erhebung umfasst. Eine Online-Umfrage wird durchgef\u00fchrt, um Studierende zu befragen, die Pflege-\/Sorgeverantwortung f\u00fcr Angeh\u00f6rige \u00fcbernehmen. Zus\u00e4tzlich werden qualitative Interviews durchgef\u00fchrt, um die Erfahrungen und Einsch\u00e4tzungen der Studierenden zu erfassen. Auch bereits vorhandenes Material der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen wird in Materialanalysen einbezogen<strong>. <\/strong>Die Studie folgt einem gendersensiblen und studienverlaufs- und lebenslauforientierten Vorgehen. In einer intersektionalen Analyse werden verschiedene Differenz-Kategorien ber\u00fccksichtigt und zu unterschiedlichen Pflege-\/Sorgesituationen, Belastungskonstellationen und subjektiver Zufriedenheit mit der Pflege-\/Sorgesituation in Beziehung gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Laufzeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Projekt hat eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten (04\/23 \u2013 10\/23).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mindermann, Nele\/Schattschneider, Ralf\/Busch, Susanne (2021). Studieren mit Pflegeverantwortung? In: Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung 16 (3), 225\u2013233. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11553-020-00813-w\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11553-020-00813-w<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Update November 2023: Die quantitative Online-Befragung von Studierenden der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ist abgeschlossen. 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